Falkland 1982

ORF

Der Falklandkrieg ist offiziell beendet

Erstaunlich, was in Österreich und der Welt im Laufe der Zeit so alles passiert und woran man sich oft nur noch vage und schemenhaft erinnern kann. Ö3 dreht virtuell am Rad der Zeit und bringt dich zurück an die Orte der großen Weltpolitik, der schrecklichen Katastrophen, aber auch der unglaublich schönen Momente. Steig ein und fiebere mit, wenn wir mit Ö3 entspannt durch die Zeit reisen.

Von und mit Norbert Ivanek

Am 20. Juni 1982, also heute vor genau 40 Jahren, es ist ein Sonntag, erklärt die britische Regierung den Falklandkrieg gegen Argentinien, um eine kleine Inselgruppe im Südatlantik nach über zwei Monaten heftiger Kampfhandlungen für beendet. Die Falkland Inseln bleiben in britischer Hand. Eine der direkten Folgen ist das Ende der Militärjunta und Argentinien kehrt zur Demokratie zurück. Großbritannien versucht den Normalzustand langsam wiederherzustellen, hören wir in den Ö3-Nachrichten.

„Der Rücktransport der argentinischen Kriegsgefangenen von den Falklandinseln soll nun durch eine Luftbrücke beschleunigt werden. Bisher haben die Briten etwa 5.400 Gefangene in ihre Heimat gebracht. Die Zurückgekehrten sind auf einem Marinefliegerstützpunkt von der Öffentlichkeit isoliert untergebracht worden. Das britische Verteidigungsministerium hat heute das Landungsunternehmen auf den Südsandwich- Inseln bestätigt. In London heißt es, die elf Argentinier der Wetterstation hätten sich kampflos ergeben.

Die Außenminister der Europäischen Gemeinschaft haben gestern Abend in Luxemburg die Aufhebung der gegen Argentinien verhängten Wirtschaftssanktionen beschlossen. Die Regierung in Buenos Aires wurde jedoch gewarnt, dass die Boykottmaßnahmen für den Fall neue Kampfhandlungen im Südatlantik sofort wieder in Kraft treten. Das Waffenembargo gegen Argentinien bleibt vorerst aufrecht. Die Führungskrise in Buenos Aires dauert unterdessen an. Im Gegensatz zu früheren Ankündigungen konnte sich die Militärjunta noch nicht auf einen neuen Staatspräsidenten einigen. Grund für die Krise ist ein Machtkampf der drei Waffengattungen um das höchste Staatsamt. Die Beratungen über die Nachfolge des bisherigen Präsidenten Galtieri sind gestern abermals unterbrochen worden.“

Das Ö3-Zeitreisevideo des Tages:


Am 20. Juni 1991 streiken in ganz Österreich die Pflichtschullehrer. Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten in Sachen Gehalt sollen ausgeglichen werden, hören wir in den Ö3-Nachrichten.

„Mehr als 100.000 Lehrer an Pflichtschulen und berufsbildenden Schulen beteiligen sich heute an einem österreichweiten Warnstreik. Die Gewerkschaft verlangt, dass die Bezüge an jene der Lehrer mit Universitätsausbildung angenähert werden. Derzeit verdienen Lehrer an Pflichtschulen und berufsbildenden Schulen um 16 Prozent weniger als ihre an Universitäten ausgebildeten Kollegen. Früher waren es nur neun Prozent. Die Gewerkschaft hat eine etappenweise Angleichung nicht ausgeschlossen. Beamtenstaatssekretär Kostelka bezeichnete die Forderung aber als zu hoch.“


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Erste Autoverfolgungsjagd im US-Fernsehen

Norbert Ivanek ist der Ö3-Zeitreiseleiter:

Norb in Venice

Norbert Ivanek

Ö3-Redakteur Norbert Ivanek

Gefühlvoll wühlt er sich täglich durch knapp 55 Jahre Ö3-Archiv und findet Erstaunliches, Interessantes aber auch Überraschendes. Die Ö3-Zeitreise entführt dich in die Höhen und Tiefen des Lebens, in glückliche und traurigere Momente, in absolute Highlights und tiefschwarze Nullpunkte. Ö3 war und ist für dich immer mit dabei mitten im Geschehen und direkt am Puls der Zeit.

„Ö3 am Vormittag“ mit Kati Bellowitsch, 20. Juni 2022 (NI)